Regenerativ arbeiten

Wir Menschen sind den Pflanzen näher als den Maschinen. Wir brauchen Sonne, Ruhepausen und einen freien Blick, um zu gedeihen.


Regeneration heißt: Erneuerung statt Erschöpfung – wie in der regenerativen Landwirtschaft, die den Boden stärkt statt ihn auszulaugen. Genau das brauchen wir auch für unsere Arbeit.

Menschen wollen gestalten, deshalb arbeiten sie gerne. Mit den richtigen Gewohnheiten muss Arbeit nicht auslaugen – sie kann uns mehr zurückgeben als ein Gehalt.

Einfach und wirkungsvoll: Mit ein paar Umstellungen und neuen Gewohnheiten kann der Arbeitstag wieder entspannter werden und wir können in kürzerer Zeit mehr erreichen. Hier zeige ich ein paar einfache Möglichkeiten. Wer dranbleiben will, meldet sich bei mir: Ich begleite gern dabei!


Die Tipps sind in Du-Form geschrieben, weil sie direkt zur Umsetzung anregen sollen, unmittelbar und regenerativ.

MAP: Mit Absicht produktiv


Das allereinfachste zuerst: Setze morgens eine Absicht. Schreib drei Todos auf. Nimm dir einen Projektschritt vor: Heute räum ich den kleinen Schrank auf. So pflanzt du den Samen.

Denn du hörst dir selbst immer zu, dein Körper und dein Gehirn folgen dem, was du sagst oder denkst. Schreiben ist noch wirkungsvoller. Probiers aus und schau am Abend hin, was passiert ist. 

Hilfreich ist dafür ein Tagebuch oder Checkheft. Auch ein simpler weißer Zettel tut es. Gelb oder blau gehen natürlich auch.


FTF: First Things First


Morgens hast du die meiste Energie, also nutze diese Zeit für das, was am wichtigsten ist. Beantworte nicht als erstes deine Mails, sondern schreib das Konzept oder plane die nächsten Wochen. Mach die Aufgaben, die deine Handschrift brauchen, die dir am Herzen liegen. Auf andere reagieren (Mails, Rückrufe) kannst du später.

Für Fortgeschrittene: Eat the frog first. Mach das Telefonat, das du seit Wochen aufschiebst. Der Rest des Tages ist dann ein Spaziergang.


PS: Prioritäten setzen


Jaja, kennst du. Aber mach das! Gib den Tasks auf deiner Todo-Liste eine Reihenfolge oder eine Frist. 

Und denk an das Label: ist das wichtig oder nur dringend? Das Wichtige kommt in deine produktivste Zeit: die Morgenstunden oder bei manchen auch die Abendstunden. So bringst du deine PS auf die Straße.


PP: Produktive Pausen


Nichts ist so produktiv wie eine wohlgesetzte Pause. Dabei nutze die Gegensätze. Für die Computersitzer bedeutet das: bewegen, dehnen, gehen - als Gegenpol zum Stillsitzen, ins Grüne oder in die Ferne schauen - als Gegenpol zum Blick auf den Monitor. Für körperlich Arbeitende kann es eine Verschnaufpause im Sitzen oder Liegen sein.

Wer mehr Struktur braucht: Pomodoro ist die Technik, bei der du deine Aufgabe in Scheibchen abarbeitest und so Fokus und Pausen verbindest: Formuliere die Aufgabe. Arbeite 25 Minuten an der Aufgabe (Timer setzen). Mach 5 Minuten Pause. 25 Minuten arbeiten, 5 Minuten Pause. Nach 4 Blöcken mach 15 Minuten Pause.


NO: Natur und offline


Die wirkungsvollste Pause ist offline. Die beste Wellness-Oase ist die Natur. Geh in den Wald, auf die Wiese, in den Park. Mittags, abends, am Wochenende. So stärkst du Körper und Geist. Sonnenlicht, Baumduft, fraktale Strukturen, leichte Bewegung beeinflussen dich über deine Hormone (Cortisol, Serotonin, Endorphine) und sorgen für besseren Schlaf, bessere Konzentration und vieles mehr - die Wirkungen sind bereits nach einer halben Stunde messbar.


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